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Obolensky, Maria (1855 St. Petersburg - 1873 Rom)

"Er war der Russin verfallen, als er mit zwanzig zum ersten Mal vor ihrem Grab gestanden hatte. Maria Obolensky war schön. Sie war im Juli 1855 in St.Petersburg yur Welt gekommen und im März 1873 hier in der Fremde verstorben - an der Schwindsucht wohl wie so viele aus ihren Kreisen. Maria Obolensky saß in Stein gemeißelt auf einem Sockel aus Granit vor ihrer eigenen Grabkammer. Das Tor stand halb offen, als wäre die Tote gerade in den Tag getreten und würde gleich wieder zurückkehren in ihren Bereich. Sie sass für eine Weile in der frischen Luft, auch jetzt im Winter im Sommerkleid - wie unvorsichtig bei ihrern kranken Lungen! - mit verkreuzten Händen und langem Haar, das ihr bis zu den Hüften fiel, die ein seidener Gürtel umschlang. Maria Obolensky passte in diese Gegenwart; sie hätte aus dem Friedhof hinaus in die Stadt ins nächste Cafè spazieren können; sie wäre dort nicht aufgefallen.